Bio-Siegel & Zertifikate

Nachhaltigkeit für Dich erklärt

      GOTS global organic textile standard Logo für kikadu - truly organic

      Global organic textile standard (GOTS)


      GOTS ist ein privater Standard, der 2005 von der International Working Group on Global Organic Textile Standard verabschiedet wurde. Die Version 5.0 ist seit März 2017 gültig.
      GOTS ersetzt verschiedene private Ökotextil-Standards, die in der Vergangenheit auf dem Markt waren.
      GOTS ist zwar nicht vom Gesetzgeber verpflichtend, wird aber von immer mehr Teilnehmern am internationalen Textilmarkt eingefordert.

      Wer und was kann nach GOTS zertifiziert werden?
      Die gesamte Kette der Verarbeitung ökologischer Fasern und Textilien, von der Nacherntebehandlung bis zum Großhandel mit fertigen Produkten muss zertifiziert werden. Der Einzelhandel kann sich freiwillig zertifizieren lassen. Unterbeauftragte Betriebe müssen auditiert werden.
      Zum Beispiel: verarbeitete Fasern, Garne, Textilstoffe und Kleider, Modeaccessoires,
      Plüschspielzeug, Heimtextilien, Matratzen und Bettwaren, sowie textile Hygieneprodukte.

      Ursprung der Rohstoffe
      GOTS stellt keine eigenen oder zusätzlichen Anforderungen an die Rohstoffe.
      Ökologische Fasern können von Erzeugern bezogen werden, die nach einem der international anerkannten Standards zum ökologischen Landbau zertifiziert sind (z.B. EU-Bioverordnung EC 834/2007, NOP, JAS, oder alle Richtlinien, welche die Mindestanforderung der IFOAM Basisrichtlinien erfüllen). Die jeweiligen Zertifizierungsstellen müssen entweder von IFOAM oder gemäß ISO 17065 akkreditiert sein.
      Es können alle Arten von Naturfasern aus ökologischem Landbau/ökologischer Tierhaltung verwendet werden, wie z.B. Baumwolle, Seide, Wolle, Leinen, Hanf, usw.
      Möglichkeiten der Auslobung, je nach Art der verwendeten Fasern:

      GOTS
      Bio bzw. kbA /kbT
      Hergestellt aus Bio bzw, kbA / kbT
      Bio in Umstellung bzw. kbA / kbT in Umstellung
      Hergestellt aus Bio bzw. Hergestellt aus kbA / kbT in Umstellung
      Naturfasern aus kbA / kbT
      Min. 95%
      Min. 70%
      --
      --
      Naturfasern in Umstellung
      Max. 5%
      Max. 30%
      (GVO-frei!)
      Min. 95%
      Min. 70%
      Konventionelle Naturfasern*
      Max. 5%
      Max. 30%
      (GVO-frei!)
      Max. 5%Max. 30%
      (GVO-frei!)
      Synthetische (Polymer-) Fasern²
      Max. 5%Max. 10%
      (GVO-frei!)
      Max. 5%Max. 10%
      (GVO-frei!)
      Recycelte synthetische (Polymer-) Fasern³
      Max. 5%Max. 30%
      Max. 5%Max. 30%
      * Außer Baumwolle und Angorawolle.
      ² Nur Polyamid, Polypropylen und Polyurethan/Elasthan sowie Regeneratfasern aus nicht-ökologischem Rohmaterial z.B. Viscose, Modal.
      ³ Aus pre-/post-consumer-Abfallstoffen (nur Polyester, Polyamid, Polypropylen, Polyurethan/Elasthan) und Regeneratfasern aus zertifiziertem ökologischem Rohmaterial, aus pre-/postconsumer-Abfall, oder aus Rohmaterial, welche nach einem Programm zertifiziert wurden, das die Einhaltung der Prinzipien nachhaltiger Forstwirtschaft gewährleistet. Lediglich Lyocell und proteinbasierte Fasern bis zu 30% erlaubt.

      Baumwollblüten aus biologischem Anbau für kikadu
      .
      Trennung bei Firmen, die sowohl ökologische als auch konventionelle Textilien verarbeiten
      Eine Firma, die sich nach GOTS zertifizieren lassen möchte, muss ein sehr gut implementiertes System für die Trennung von ökologischen und konventionellen Produkten nachweisen. Dies gilt für die Rohstoff-Annahme ebenso wie für alle Verarbeitungsschritte bis hin zu Lagerung,
      Transport und Verkauf.
      Die beste Variante ist eine räumliche Trennung, d.h. getrennte Lager und Maschinen.
      Dies ist in der Praxis oft nicht umsetzbar; in diesem Fall ist eine zeitliche Trennung möglich: GOTSProdukte werden mit den gleichen Geräten verarbeitet wie konventionelle, aber zu unterschiedlichen Zeiten. Dabei muss jedoch gewährleistet sein, dass Geräte und Oberflächen systematisch gereinigt werden, bevor GOTS-Produkte verarbeitet werden. Der Betrieb muss darüber hinaus die nötigen Maßnahmen ergreifen, um jegliche Kontaminationen bei Transport, Lagerung und Produktion zu vermeiden.


      Erlaubte und verbotene Zusätze, Farb- und Hilfsstoffe sowie Zutaten
      Für alle Verarbeitungsstufen der textilen Kette dürfen nur Zusätze, Farb- und Hilfsstoffe sowie Zutaten verwendet werden, die von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle geprüft und freigegeben wurden. So müssen alle für die GOTS Produktion verwendeten Zusätze, Farb- und Hilfsstoffe auf der von GOTS veröffentlichten sog. Positivliste abgebildet sein und gültige Approval Letter vorliegen.
      Als Nachweis für die GOTS Konformität reicht i.d.R. ein Oeko-Tex-Zertifikat aus. Darüber hinaus ist bei Zutaten die Materialzusammensetzung zu prüfen. Hier sind insbesondere die Vorgaben für Füllungen, sowie für Trägermaterialien zu beachten.

      Qualität der Endprodukte
      GOTS legt detaillierte technische Qualitäts-Parameter für Reib-, Schweiß-, Speichel-, Wasch-und Lichtechtheit sowie Nassschrumpfwerte fest. Für verschiedene Chemikalien werden Rückstands- Höchstmengen festgesetzt. Wenn einzelne Analysewerte diese Höchstmengen überschreiten, muss dies in der Produktdeklaration für den Endverbraucher offengelegt werden. Daneben müssen regelmäßig Rückstandstests der GOTS Produkte veranlasst werden, um die Einhaltung der Grenzwerte nachzuweisen.

      Sozialkriterien
      Arbeitgeber müssen die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und nationale Gesetze einhalten. Diese beziehen sich z.B. auf die Freiwilligkeit der Beschäftigung, das Recht auf kollektive Verhandlungen und gewerkschaftliche Organisation, sichere und hygienische Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Arbeitszeiten und grobe oder inhumane Behandlung.
      Der Lohn muss stets ausreichen, um die Grundbedürfnisse zu erfüllen.
      Arbeitgeber dürfen sich ihren sozialen Verpflichtungen nicht durch Kurzzeitverträge, Unterbeauftragung,
      usw. entziehen.
      Es muss eine Sozialerklärung formuliert sein, in welcher u.a. auf die ethische Unternehmensführung (inkl. Anti-Korruptionspolitik und Datenschutz) eingegangen wird.

      Umweltmanagement
      Die konventionelle Textilindustrie gehört zu den Industriezweigen, welche am meisten zur Umweltverschmutzung beiträgt. GOTS setzt daher klare Richtlinien für die Minimierung negativer Umwelteinflüsse.
      Betriebe müssen über eine detaillierte schriftliche Umwelterklärung verfügen, welche neben den Maßnahmen und Initiativen, auch quantitativ messbare Ziele formuliert. Betriebe im Bereich der Nassveredlung müssen darüber hinaus den Einsatz von Chemikalien und den Verbrauch von Energie und Wasser, sowie die Abwasserbehandlung und Entsorgung von Klärschlämmen vollständig dokumentieren. Für alle anderen Betriebe ist die Dokumentation des Energieverbrauches ausreichend.
      Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) darf 20 g pro kg Textilproduktion nicht überschreiten.

      Dokumentation und Kennzeichnung
      GOTS-Betriebe benötigen ein eindeutiges und nachvollziehbares System zur Dokumentation und Kennzeichnung der GOTS-Waren.
      Wenn die Produktion von konventioneller sowie GOTS-Waren parallel stattfindet und eine Vermischung möglich ist, müssen alle entsprechenden Container, Behälter, Boxen, etc., die GOTSProdukte enthalten, gekennzeichnet sein. Dies betrifft den gesamten Produktionsablauf.
      Der Betrieb muss Zertifikate von Lieferanten, Lieferscheine, Warenannahmepapiere,
      Verarbeitungsprotokolle und Rechnungen aufbewahren; diese Unterlagen müssen den GOTSZertifizierungsstatus der jeweiligen Produkte hervorheben.
      GOTS-Betriebe benötigen ein nachvollziehbares Buchhaltungssystem, welches es erlaubt, die Mengen von eingekauften und verarbeiteten Rohstoffen, Hilfsmitteln und Accessoires mit den finalen verkauften Produkten abzugleichen.
      Außer bei offenen Rohstoffen, die direkt vom Feld bezogen werden, dürfen nur verpackte und etikettierte Produkte für die GOTS-Weiterverarbeitung akzeptiert werden. Produkte ohne ausreichende Kennzeichnung sollten an den Lieferanten zurückgegeben werden.
      Transportrouten und –mittel müssen dokumentiert werden.
      Die Rückverfolgbarkeit sollte auf jeder Stufe mindestens einen Schritt vor und zurück möglich sein.
      Alle Dokumente müssen für mind. 5 Jahre aufbewahrt werden.

      Mitarbeiterschulungen
      Die Mitarbeiter/innen müssen über die Vorgaben des Standards informiert werden (inkl.
      Dokumentation der Schulungen).
      Es muss eine verantwortliche Person für die Zertifizierung bestimmt werden.

      Labeilling
      Die Ware darf nur dann als GOTS Ware verkauft, beworben und präsentiert werden, wenn alle Betriebe entlang der gesamten textilen Kette zertifiziert sind.

      Transaktionszertifikate (TCs)
      Definition: Ein Transaktionszertifikat bestätigt, dass Ware, die über einen Eigentümerwechsel von einem zu einem anderen Betrieb transportiert wurde, entsprechend der jeweiligen Standardvorgaben produziert wurde.
      Sowohl zertifizierte Betriebe, die unverarbeitete Fasern beziehen, als auch solche, die GOTS Waren beziehen, müssen sogenannte Transaktionszertifikate (TCs) für die gesamte eingekaufte Menge beantragen. Diese TCs werden von derjenigen Zertifizierungsstelle ausgestellt, welche sich für den Lieferanten des Produktes verantwortlich zeichnet. Dies geschieht normalerweise auf der Grundlage von Kopien von Rechnungen, Packlisten und Transportpapieren sowie von TCs der Vorlieferanten. In besonderen Fällen ist es möglich, TCs auszustellen, die mehrere Lieferungen umfassen. Der maximale Zeitrahmen, den ein einzelnes TC umfassen darf, ist 3 Monate.

      Kikadu versichert Euch mit dem GOTS Standard, dass alles mögliche getan wird um die Sozial- und Umweltkriterien vom Anbau bis zum fertigen Produkt eingehalten werden.



       

      ...zur Erhaltung unserer wertvollen Welt.

      Organic 100 Content Standard Logo für kikadu - truly organic

      Organic 100 Content Standard (OCS 100)

      Bei dem OCS 100 handelt es sich um einen freiwilligen Standard für die Rückverfolgung und Dokumentation des Einkaufs, Abwicklung und die Nutzung von 100% zertifizierter biologisch angebauter Fasern für Textilwaren. Der Organic 100 Content Standard verfolgt über die gesamte Wertschöpfungskette eine Warenflusskontrolle. Diese basiert auf den Anforderungen des Content Claim Standards (CCS).

      Folglich dient der OCS 100 zur Überwachung und Überprüfung der Inhalte von biologisch angebauten Materialien in unseren kikadu Endprodukten. Es wird dabei sowohl auf den Einsatz von Bio-Naturfasern als auch auf den Einsatz von Bio-Naturfasern als Beimischung gesetzt.

      Der Standard gewährleistet die Nachvollziehbarkeit des Bio-Naturfasereinsatzes und hilft Kontaminationen am Stoff selbst sowie im Anbau zu vermeiden.

      Das Organic 100 Content Standard Siegel beschränkt sich dabei nicht nur auf Baumwolle. Außerdem darf für die Textilwaren innerhalb des Standards ein Anteil von maximal 5% anderer Materialien verwendet werden (zum Bsp. Bambus, jedoch keine konventionelle Baumwolle).

      Der OCS 100 Standard gilt für Produkte mit 95-100% biologisch angebauten Materialien. Dieser Standard gilt nicht nur für unsere Baumwollartikel, sondern für alle biologisch angebauten Materialien wie unseren Lieblings-Flamingo aus Naturkautschuk und bezieht sich auf den kompletten Herstellungsweg bei kikadu.

      Der Standard sichert ab, dass die hinzugefügten Fasern aus biologisch angebauten Materialien bestehen. Über eine unabhängige dritte Instanz wird die Qualitätssicherung entlang der Lieferkette mit Maßnahmen zur Nachverfolgung sichergestellt. Somit wird gewährleistet, dass in einem Endprodukt tatsächlich das biologisch angebaute Material enthalten ist, das von Dir, als kikadu Endkunde, erwartet wird.

      Allgemeine Kriterien für die OCS Standards im Überblick:

       Verwendung von zertifizierter Bio-Baumwolle bzw. Bio-Rohmaterialien
       Klare Kennzeichnung der Baumwolle während des kompletten Produktionsprozesses
       Separate Lagerung der Bio-Materialien
       Dokumentation aller Produktionsprozesse
       Überprüfung der gesamten Produktion durch unabhängige Zertifizierungsorganisation

      Kikadu versichert Euch mit diesem Standard, dass die biologisch angebauten Baumwollprodukte zu 100% aus zertifiziertem Anbau stammen.


      Wir handeln Klimabewusst.

      Organic 100 Content Standard Logo für kikadu - truly organic

      Mit atmosfair gehen wir einen Schritt in die Zukunft

      Trotz unseres nachhaltigen Handelns durch GOTS zertifizierte Artikel, wiederverwertung der verwendeten Materialien und den Transport durch DHL GoGreen hat kikadu sich entschlossen einen weiteren Klimaschutzbeitrag zu leisten.

      Mit atmosfair haben wir 7,7 Tonnen an CO2 ausgeglichen, die wir durch den Transport der Waren aus Indien und Sri Lanka bis jetzt ausgestoßen haben.

      Mit diesem Beitrag zur CO2-Kompensation finanzieren wir den Auf- und Ausbau von erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern.

      Atmosfair plant, finanziert und betreibt zusammen mit Partnern vor Ort diese Projekte nach dem Kyoto-Protokoll verankerten Regeln des Clean Development Mechanism (CDM) und zusätzlich nach dem von internationalen Umweltorganisationen etablierten „Gold Standard“. Unabhängige, von den Vereinten Nationen akkreditierte und haftende Organisationen (z.B. TÜV) kontrollieren regelmäßig die tatsächliche CO₂-Minderung der Projekte.

      Aktuelle Informationen zu den Klimaschutzprojekten finden Sie hier: https://www.atmosfair.de/klimaschutzprojekte


      GOTS ZERTIFIKAT

      OCS ZERTIFIKAT

      Atmosfair 23.01.2018

      Atmosfair 29.09.2018

      kikadu B2B-Newsletter

      Mit dem Newsletter verzichten wir auf Druckprodukte und sparen CO2.